Caspar Hübingers Offener Brief an die WordPress-Community in Deutschland

ein sehr schönes Thema, das uns als WP-Meetup direkt betrifft und daher hier auch gespiegelt gehört:

Caspar Hübinger vermisst die Mitarbeit der Community, resp. die Community als solche.

Erste Rückmeldungen dazu finden sich u.a. bei/in:

Ich erlaube mir – etwas weniger ausführlich als die oben verlinkten – ein paar Anmerkungen meinerseits:

  1. Sack gemeint, Esel getroffen: Im Moment beteiligen sich an der Diskussion eh die, die gar nicht gemeint sind, weil sie schon zu den Aktivposten gerechnet werden dürfen. Erfreulich: bisher sind keine Kollateralschäden zu vermelden.
  2. Mit der vollen Hose ist gut stinken: Als „hauptamtlicher“ WordPresser mit inpsyde-Arbeitsvertrag die Community einzufordern ist die eigentlich Schizophrenie. Mag sein, das inpsyde viel/etwas/alles für die Community tut, transparent ist es nicht oder nicht ausreichend. Latent schwingt für mich daher auch in den überwiegend diplomatisch formulierten Replys immer mit: „Community macht die Arbeit, inpsyde das Geld damit“. Das diese Wahrnehmung nicht zur allgemeinen Heiterkeit oder gar Mitwirkung führt, dürfte klar sein.
  3. Kunst geht nach Brot: Die Realität hier draussen bis uns kleinen Freiberuflern schaut anders aus. „Contribution“ ist sicher edel, kann ich meinen Kids aber leider nicht auf die Pausenstulle schmieren. Wenn ich (auch mit und Dank WordPress) ein paar Taler verdient habe, kann und nehme ich mir gerne die Zeit wieder etwas zurück zugeben. Auch wenn ich nur der Einäugige unter den Blinden bin.

Als denn: Lieber Senf dazu als Wurst sein lassen. Freue mich auf Kommentare wahlweise hier, in den oben verlinkten Einträgen oder gerne auch in Hamburg beim WordCamp.

Veröffentlicht von

Der Mann für Mac, Web und Telefon. Am liebsten alles mit allem verhäkelt und integriert. Gerne genutzte Tools dafür sind WordPress, ownCloud, alles was einen Apfel auf der Gehäuseschale trägt, Starface Telefonanlagen und QNAP NAS.

8 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Liebe WordPress-Community in Deutschland! | GlückPress

  2. Stefan, danke dir für den Beitrag. Ich komme bei der regen Diskussion gar nicht dazu mich überall zu beteiligen.
    Ich sags mal so: du sprichst mir aus der Seele. Ich weiß zwar Caspars und Inpsydes Arbeit zu schätzen aber ganz ehrlich, es ist mir alles zu wenig transparent und ich sehe nicht den Nutzen für jeden einzelnen in der Community. Geben ist schön und macht auch in einem gewissen Maße Spaß, aber was zurückbekommen wäre auch schön. Ich gebe so viel wie ich Lust habe und es mir Spaß macht und darüber hinaus habe ich mir in drei Jahren WordPress die gesunde Lebenseinstellung angewöhnt: Jeder ist sich selbst der nächste. Und zu glauben, dass die die fordern keine eigenen Interessen haben, wäre schlicht und einfach naiv.
    Mehr habe ich driekt bei Caspar im Blog hinterlassen.

    • @Christina Genau um dieses „jeder sich selbst der Nächste“ geht es ja, das ist ja völlig in Ordnung; nur bekommt es im Open-Source-Bereich eben eine weitere Dimension, die von allen Beteiligten gesehen werden sollte. Kai hat das, finde ich, gut gesagt.

      • @Caspar War das jetzt ein kluger Schachzug? Aus dem Kommentar lese ich heraus: Es gibt eine Firma, die heißt Inpsyde, die sich zu WordPress bekennt. Alle anderen, wie die kleine Christina Fuchs, die sich auch zu WordPress bekennen, sind unwichtig. Die machen ja nur die Meetups. Damit WordPress salonfähig wird und mit WordPress auch mal große Projekte realisiert werden können, die dann natürlich in den Agenturen realisiert werden. WTF haben die kleinen Einzelkämpfer wie ich davon?
        Mach doch mal eine Auflistung aber bitte ohne Gefühlsausbrüche. Einfach nur sachlich und so dass wir euch verstehen.
        Ich sehe das jetzt im Moment so: Es gibt eine kleine Community aus WordPress Profis, die WordPress groß machen wollen.
        Es gibt eine andere, denke ich viel größere Community bestehend aus Bloggern und kleinen Freiberuflern. Entstanden vorrangig aus Spaß an der Sache (und natürlich bei den Dienstleistern ein paar Hintergedanken) und angetrieben durch die kleine Community.
        Die beiden Gruppen kennen sich nicht wirklich. Die kleine Gruppe ruft auf zu noch mehr. Die große Gruppe, die sich angesprochen fühlt (obwohl ihr wahrscheinlich andere ansprechen wolltet, die den Caspar und seinen Blog gar nicht kennen) ist sauer und fängt an sich zu fragen: warum jetzt noch mehr und reagiert auf eure Gefühlsausbrüche ebenfalls mit Gefühlsausbrüchen. Auch wenn ihr euch einredet, die Diskussion wäre sachlich. Das ist sie nicht.
        Irgendwie alles schlecht koordiniert und unüberlegt. Man zettelt Diskussionen an, die zu nichts führen und versetzt die Welt in Aufregung. Ich weiß nicht wie viel Zeit ich hier schon verplempert hab und mich aufgeregt hab, anstatt meine Arbeit zu erledigen. Stefan hat es ja schon bei dir im Blog gesagt. Aus der Vernetzungsdiskussion ist am Ende auch nichts geworden. Handelt oder lasst es! Ich will die 100€ für den „Keyaccounter“ loswerden, die ich bei dir versprochen habe.

  3. Mit der vollen Hose … sehr schön gesagt. 🙂 Den Vorwurf mangelnder Bodenhaftung kann ich ja einerseits verstehen; andererseits war ich bis vor gerade mal einem Jahr ebenfalls ein „kleiner Freiberufler“. Und so sehr ich die Firma liebe, für die ich da tätig bin – ein Arbeitsvertrag verpflichtet halt auch bloß vertraglich zum Arbeiten. Mehr Freizeit respektive größere Spielräume für Ehrenamt hat man damit nicht automatisch.

    Wenn ich (auch mit und Dank WordPress) ein paar Taler verdient habe, kann und nehme ich mir gerne die Zeit wieder etwas zurück zugeben.

    Genau so war’s gemeint, danke fürs Teilen!

  4. Pingback: WordPress in Deutschland – Eine Community sucht nach sich selbst › Torsten Landsiedel

  5. Carsten -> Caspar 😉
    Freue mich schon auf das WordCamp. Da wird es sicher einiges zu diskutieren geben. Wollen wir dafür vielleicht auch das Meta-Meetup nutzen? Oder wäre das zu themenfremd?

    • Ooops … ist korrigiert

      Meta-Meetup: bin ich mir noch nicht wirklich sicher drüber. Mein erster Impuls war: das könnte (mit entsprechend provokanter Besetzung) ein hübsches Podium geben.